Für den SAP-Spezialisten HR-Com sollte ein Leporello zu den Unternehmenswerten entstehen. Dafür mussten abstrakte Werte wie „Aufgeschlossenheit“ bebildert werden.
Das Dilemma mit dem Unsichtbaren
Abstrakte Begriffe haben kein Gesicht. „Innovationskraft“, „Transparenz“, „Wertschätzung“ – das sind Konzepte, die wir fühlen und verstehen, für die es aber kein offensichtliches Motiv gibt. Was also tun, wenn ein Kunde eine Bildwelt braucht, die genau solche Begriffe transportieren soll – und zwar eigenständig, wiedererkennbar und mit Menschen im Bild?
Ein Bildkonzept entsteht
Mein Ansatz war, ein durchgängiges visuelles Konzept zu entwickeln: Menschen, die leuchtende Symbole in den Händen halten. Die Symbole stehen dabei für den jeweiligen abstrakten Begriff – ein stilisiertes Auge für Aufgeschlossenheit, oder eine Glühbirne für Lösungsorientiertheit. Der Mensch gibt dem Abstrakten einen Körper, das Symbol gibt ihm Bedeutung.
Die Idee stand. Aber die Umsetzung? Mit klassischer Fotografie hätte das bedeutet: aufwändige Lichtaufbauten, Models suchen und anschließend aufwendige Retuschen in der Postproduktion, um die leuchtenden Symbole realistisch in die Szene einzufügen. Der Aufwand wäre erheblich gewesen – sowohl zeitlich als auch finanziell.
KI als Werkzeug für die Umsetzung
Mit Hilfe von KI-Bildgenerierung konnte ich mein Konzept direkt umsetzen: die Pose, die Lichtstimmung, die leuchtenden Symbole, das Zusammenspiel von Mensch und Grafik. Nicht als Zufallsprodukt, sondern als gezielte Umsetzung einer konkreten gestalterischen Idee.
Das ist ein wichtiger Punkt: Die KI hat nicht das Konzept entwickelt. Sie hat es möglich gemacht, ein bestehendes Konzept effizient und in hoher Qualität zu realisieren. Die kreative Leistung – das Nachdenken darüber, wie man „Aufgeschlossenheit“ in ein Bild übersetzt – bleibt menschlich. Die KI ist das Werkzeug, nicht der Gestalter.